Dr. med. Dan Iselin | Bahnhofstrasse 35/37 | CH-8001 Zürich

Liebe Kundinnen und Kunden, liebe Freunde

Ich freue mich, Sie ab dem 3. Dezember 2018 neu an der Bahnhofstrasse 35/37 begrüssen zu dürfen.


 Praxis Dr. med. Dan Iselin | Bahnhofstrasse 35/37 | CH-8001 Zürich
Praxis Dr. med. Dan Iselin | Bahnhofstrasse 35/37 | CH-8001 Zürich

BAHNHOFSTRASSE 35/37

3 Minuten ab Paradeplatz und St. Annahof – Eingang zwischen Van Cleef & Arpels und Marionnaud.

EMPFANG

Bitte auf der ersten Etage und an der Rezeption von EN VOGUE Coiffure melden.

Praxis Dr. med. Dan Iselin

Bahnhofstrasse 35/37 | CH-8001 Zürich

info@daniselin.ch

+41 44 262 18 18

+41 79 262 18 18

  

ANFAHRT

Öffentliche Verkehrsmittel

3 Minuten ab Paradeplatz (Tram 2/6/7/8/11/13/17)

3 Minuten ab Rennweg (Tram 6/7/11/13/17)

Auto & Parking

3 Minuten ab Parkhaus Talgarten (Kaufleuten, Nüschelerstrasse 31)

5 Minuten ab Parkhaus Jelmoli (Steinmühleplatz 1)

7 Minuten ab Parkhaus Urania (Uraniastrasse 3)

 

 

Kim Kardashians blutiger Kampf gegen Falten

Dr. med. Dan Iselin auf 20min.ch (vom 21. März 2013)

Reality-Star Kim Kardashian will jung und faltenfrei sein. Dafür liess sie sich jetzt sogar von Graf Dracula inspirieren. Willkommen bei Kims Horror-Show. Botox, Hyaluronsäure oder doch unters Skalpell – es gibt unzählige Methoden, Krähenfüsse und Lachfalten glatt zu bügeln. Der neuste Trend aus Hollywood ist die Faltenunterspritzung mit Eigenblut.


(Text: Isabelle Riederer 20min.ch) Dem sogenannten Vampir-Lifting unterzog sich jetzt auch Reality-Star Kim Kardashian und stellte die blutigen Bilder ihres malträtierten Gesichts sogleich auf Twitter. Doch bringt diese neue Methode überhaupt etwas, abgesehen von einer Visage wie aus der Rocky Horror Picture Show? Und wie funktioniert sie? Doktor Dan Iselin klärt auf: «Dem Vampir-Lifting geht eine Blutentnahme voran, wobei in einem anschliessenden Verfahren die Blutbestandteile voneinander getrennt werden. Insbesondere die roten Blutkörperchen werden vom Plasma getrennt. Das Plasma wird dann zur Faltenbekämpfung unter die Haut gespritzt.»

«Langzeitwirkung ziemlich inkonsistent»

Das Vampir-Lifting, in Fachkreisen PRP-Rejuvenation genannt, ist in den USA der letzte Schrei, nebst Kim bekannte sich jüngst aus Popsängerin Kylie Minogue dazu. Womöglich doch ein Geheimrezept aus Draculas Kochbuch? «Ich würde es eher als eine ergänzende Behandlung einstufen», erklärt Iselin gegenüber 20 Minuten Online, und weiter: «Die Langzeitwirkung ist ziemlich inkonsistent und auf eine eher kurze Zeitspanne beschränkt.»

Auch Professorin Getrude Beer, Spezalistin für Plastische und Ästhetische Chirurgie, ist von der Lifting-Methode wenig überzeugt: «Eine junge Frau, wie es Kim mit 32 Jahren ist, hat eine solche Behandlung nicht nötig, und wenn man sieht, wie man nach dieser Behandlung aussieht, sollte doch der Hausverstand einschalten.»

Fragwürdiges Verfahren

Das Verfahren mit vielen hundert Nadelstichen und Injektionen, genannt Needling, ist ihrer Meinung nach sehr fragwürdig. «Ob jetzt da Eigenblut, also Plasma, oder angereichertes Plasma gespritzt wird, der Effekt liegt schliesslich einfach darin, dass man für 3 bis 6 Wochen ein geschwollenes Gesicht hat und somit natürlich auch keine Falten. Doch sobald die Wirkung nachlässt, wäre die nächste Behandlung fällig.» Hinzu kommt, dass die Behandlung sehr aufwendig und teuer ist.

Alles für die Schönheit – Schafplazenta, Nashornpulver und Vogelkot

Doch zum Glück haben die Hollywood-Ladys noch weitere Verjüngungsstrategien in ihrem Nähkästchen bereit. Schafplazenta, Nashornpulver und Vogelkot sind nur ein paar wenige der bizarren Mittelchen, die da zur Faltenbekämpfung zum Einsatz kommen. Mehr dazu erfahren Sie in der Bildstrecke.

Quelle: Dr. med. Dan Iselin auf 20min.ch (2013)


Im Bericht erwähnte Behandlungen

Botox – gespritztes Glück?

Dr. med. Dan Iselin im Club (SRF) vom 24. Juli 2012

Der Siegeszug des Faltenkillers Botox ist nicht aufzuhalten. In allen Schichten wird gegen Falten gespritz. Lässt sich der Alterungsprozess aufhalten und zu welchem Preis? Ist die Botoxspritze natürliche oder perverse Konsequenz des Machbaren? Mona Vetsch im «Club» über Schönheit, Ethik und Wahn.


 

 

Der Siegeszug des Faltenkillers Botox ist nicht aufzuhalten. In allen Schichten wird gegen Falten gespritz. Lässt sich der Alterungsprozess aufhalten und zu welchem Preis? Ist die Botoxspritze natürliche oder perverse Konsequenz des Machbaren? Mona Vetsch im «Club» über Schönheit, Ethik und Wahn.

Die Schönheit aus der Spritze ist begehrt wie nie zuvor. Die Schweiz gilt als Botox-Hochburg des faltenglättenden Giftes mit 200 000 Eingriffen allein im letzten Jahr.
Ist das Wegspritzen mimischer Falten so selbstverständlich geworden wie der Coiffeurbesuch?

Ist selber schuld, wessen Gesicht alt und faltig wird? Und ist diese Entwicklung abartig oder nur eine logische Folge der medizinischen Möglichkeiten?

Gesprächsgäste

  • Claudia Meuli-Simmen, Chefärztin Plastische Chirurgie Kantonsspital Aarau
  • Susanne Brauer, Ethikerin
  • Bea Petri, Inhaberin Schminkbar, Beraterin
  • Grazia Covre, Choreographin, ehemalige Tänzerin
  • Dan Iselin, Arzt und Spezialist für ästhetische Behandlungen
  • Corinne Hobi, Kommunikationsberaterin, Coach

Quelle: Dr. med. Dan Iselin im Club / SRF (2012)


Im Bericht erwähnte Behandlungen

Fältchenfrei ohne OP: Unterspritzung mit Filler oder Botox

Dr. med. Dan Iselin auf annabelle.ch (2012)

Falten unterspritzen mit Filler oder Botox – in manchen Praxen ist das schon ohne Voranmeldung möglich. Ab wann ist eine Faltenbehandlung mit Filler oder Botox sinnvoll? Sobald eine tatsächliche Behandlungs-Indikation besteht, also Falten auftreten, die sich mit Hyaluron-Filler (Nasolabial- oder Marionettenfalten) oder Botulinumtoxin (Mimikfalten wie Krähenfüsse, Stirnrunzeln und Zornesfalten) ausgleichen lassen.

(Interview & Text: Monique Henrich; Illustration: Tina Berning).


  (Illustration: Tina Berning  )
(Illustration: Tina Berning )

Ist der Effekt nachhaltig?

Die Wirkung hält in der Regel drei bis sechs Monate an.

Wie lange dauert die Behandlung?

Je nach Anzahl der Injektionszonen dauert eine Botoxbehandlung rund 15 Minuten. Bei Fillerbehandlungen inklusive Einwirkungszeit der Betäubungscrème zirka 1 Stunde.

Tuts weh?

Die Behandlung schmerzt kaum: Botox wird mit feinen Nadeln gespritzt, vor den Fillerinjektionen wird mit Betäubungscrème desensibilisiert.

Ist eine Auszeit nötig?

Nein. Während der ersten 24 Stunden Verzicht auf Aktivitäten wie Sauna, Poweryoga, Gesichtsmassagen.

Gibts Risiken und Nebenwirkungen?

An den Einstichstellen sind kleine Schwellungen, Rötungen und minimale Blutergüsse möglich, die sich überschminken lassen. Mögliche Begleiterscheinungen: Kopfschmerzen und Spannungsgefühle, die rasch abklingen. Bei Hyaluronsäure-Injektionen kann es allergische Reaktionen geben. Bei Behandlungen mit Botulinumtoxin und vor allem an den Plisseefältchen an Oberlippe oder Mundwinkeln kann sich während einiger Tage eine Schwächung der Muskulatur einstellen, wodurch die Aufnahme von Flüssigkeit erschwert wird.

Was kostets?

Der Preis ist abhängig vom Materialverbrauch: Botox ab 300 Franken, Fillerbehandlung mit Hyaluronsäure ab 600 Franken. Ärztliche Empfehlung Regelmässige Anwendung kann die Dosis verringern und den Abstand zwischen den Treatments verlängern.

Sonstiges

Manche Praxen haben ein Walk-in-Konzept, die zudem ein Online-Reservationssystem anbietet. Online gebuchte Behandlungen werden zumeist innerhalb von 24 Stunden, Walk-in-Behandlungen nach Möglichkeit sofort durchgeführt. Erstkundinnen und -kunden erhalten vorher ein individuelles Beratungsgespräch. Es kann allerdings vorkommen, dass es trotz Online-Buchung Wartezeiten von einigen Tagen gibt.

 

Quelle: Dr. med. Dan Iselin auf annabelle.ch (2012)


Im Bericht erwähnte Behandlungen

Bügeln bitte

Dr. med. Dan Iselin auf NZZ.ch (vom 29. April 2012)

Nicole Kidman hat es getan. Julia Roberts. Teri Hatcher. Bestimmt auch Carla Bruni. Und warum sieht eigentlich Wladimir Putins sechzigjähriges Gesicht immer noch so aus, als sei es soeben aus einem Ei geschält worden? Zehn Jahre ist es diesen Monat her.


(Text NZZ). Nicole Kidman hat es getan. Julia Roberts. Teri Hatcher. Bestimmt auch Carla Bruni. Und warum sieht eigentlich Wladimir Putins sechzigjähriges Gesicht immer noch so aus, als sei es soeben aus einem Ei geschält worden?

Zehn Jahre ist es diesen Monat her, dass wir glatte Haut nicht mehr automatisch mit Jugend oder guten Genen assoziieren – oder dann gleich mit einem Facelifting. Zehn Jahre ist es her, dass die US Food and Drug Administration (FDA) das faltenglättende Gift Botulinumtoxin A, kurz Botox, zur kosmetischen Behandlung zuliess und damit einen Boom auslöste.

In den USA, dem weltweit grössten Botoxmarkt, gab es 5,7 Millionen Behandlungen allein im Jahr 2011 – 5 Prozent mehr als im Vorjahr (gemäss der American Society for Aesthetic Plastic Surgery). Für Europa fehlen vergleichbare Zahlen, Ärzte gehen aber von einem noch stärkeren Wachstum aus. Nach Auskunft der Firma Acredis, eines 2006 gegründeten unabhängigen Beratungszentrums für ästhetische Chirurgie, ist etwa in Deutschland 2011 22 Prozent mehr Botox gespritzt worden als im Vorjahr. In der Schweiz, wo der Acredis-Geschäftsführer Stephan Haegeli und viele andere Spezialisten den weltweit grössten Botox-Verbrauch pro Kopf vermuten, betrug das Wachstum 17 bis 20 Prozent (2010 waren es noch 15 Prozent gewesen).

Marktführer in der Botoxherstellung ist die US-Firma Allergan, die 2011 an ästhetischen Behandlungen fast 800 Millionen Dollar verdiente. Für die Schweiz macht Allergan keine Angaben. Aufgrund von Nachforschungen bei den Abnehmern lässt sich die Zahl der Behandlungen aber auf gut 200 000 hochrechnen. Geht man von einem durchschnittlichen Preis von 500 Franken pro Behandlung aus, so nahmen die rund 1100 auf Botox spezialisierten Schweizer Praxen und Kliniken 2011 demnach mehr als 100 Millionen Franken mit Botox ein.

Hoch oben auf der Botox-Welle schwimmt Dan Iselin von einer Botox-Klinik in Zürich. Sorgenfalten hat der 46-jährige Arzt schon deshalb keine, weil er und seine Kollegen in ihren schneeweissen Praxis-Zimmern von Kundinnen überschwemmt werden. Bis zu 30 seien es pro Tag, die Klinik sei Schweizer Marktleader, sagt Iselin, der mit rund 50 spezialisierten Kliniken allein im Raum Zürich und mit 55 am Genfersee zwischen Genf und Lausanne konkurriert. Und wohin fliesst Iselins Botox? «3 Prozent aller Schweizerinnen über 35 haben sich schon einmal behandeln lassen. Leute aus allen Gesellschaftsschichten, von der Putzfrau bis zum Professor.»

Wie bei allen Wohlstandsphänomenen ist auch hier ein Trickle-down-Effekt am Werk. Die Schönheit mit technischen beziehungsweise kulturellen Mitteln, einst ein Privileg von Adligen und später von Schauspielern und Pop-Stars, ist zum Konsumgut einer Allgemeinheit geworden, die mit steigender Lebenserwartung immer jünger aussehen will. Allerdings liegt dem Willen zur Schönheit am Ende wohl nicht viel mehr Freiheit zugrunde als beispielsweise Parlamentswahlen in gelenkten Demokratien. Schon immer war Körpergefühl gesellschaftlich determiniert, heute geben wirtschaftliche Interessen das Ideal vor. In Zeiten, in denen Firmen ihren Mitarbeitern neben den Zutaten des Lunchs (kein Knoblauch!) auch die Farbe der Socken und des Lippenstifts vorschreiben, votieren die Menschen automatisch und mit überwältigendem Mehr auch für glatte Gesichter.

Der klassische Fall ist einer wie Dieter (sein richtiger Name soll hier nicht genannt werden). Den 44-jährigen Basler Kleinunternehmer störte eigentlich nichts an seiner Erscheinung, als er sich Ende dreissig zur ersten Botox-Injektion entschloss. Dennoch sah er das Problem bleibender Stirnfalten auf sich zukommen. Als Dieter die erste Behandlung überstanden hatte, als die Einstich-«Püggel» in seinem Gesicht abgeschwollen und nach drei, vier Tagen ein «Erfrischungseffekt» sichtbar wurde, war er «völlig begeistert». Weil sein Arzt vorsichtig dosiere, habe er nach den ersten Injektionen noch drei, vier, fünf Nachbehandlungen in Anspruch nehmen müssen – heute genügen zwei Sessionen pro Jahr. Nach den Sessionen wird er zehn Jahre jünger geschätzt als vor den Sessionen. Dem Angebot des Arztes, sich zusätzlich die Schläfen mit einem «Filler» polstern zu lassen, hat er bisher widerstanden.

Quelle: Dr. med. Dan Iselin auf NZZ.ch (2012)


Im Bericht erwähnte Behandlungen

Land der Schönheit

Dr. med. Dan Iselin auf Weltwoche.ch (vom 1. Januar 2012)

Von wegen Krise: Das Geschäft mit der Schönheit floriert. Fünf Protagonisten, die zu mehr Attraktivität verhelfen wollen, über die Vorliebe der Schweizer für Botox, modische Nasen, Intimrasuren und Haarverlängerungen.


(Text Franziska K. Müller). Dan Iselin, 43, und Philippe Snozzi, 32, tragen weisse Hemden und sehen aus wie die Fotomodelle einer Calvin-Klein-Kampagne. Vor zwei Jahren sorgten die beiden Jungärzte für Aufsehen, als sie sich im Zürcher Niederdorf in einem Coiffeursalon einmieteten und den Passanten Faltenbehandlungen mit dem Nervengift Botox anboten – Voranmeldung nicht nötig. Snozzi und Iselin nahmen die Kritik ihrer Berufskollegen – zu unseriös das Setting, zu kommerziell die ärztliche Tätigkeit – zwar zur Kenntnis, liessen sich aber den Erfolg einer Geschäftsidee nicht vermiesen, die einst in einem Nachtklub von Los Angeles geboren worden war. Die Expansion erfolgte schnell. Seit drei Monaten arbeiten sie in einer eigenen Praxis mit stromlinienförmigem Mobiliar, indirektem Licht und aufgelegten Hochglanzmagazinen, die weggeworfen werden, bevor sie zerknittern.

«Wir empfangen jeden Kunden und jede Kundin mit den Worten: Was stört Sie an sich? Bei den Männern kommen auffallend viele aus den oberen Einkommensschichten: Ärzte, Anwälte, Medienleute – also Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen. Bei den Frauen hat es sich völlig durchmischt, die Putzfrau aus Schwamendingen kommt ebenso zu uns wie die Universitätsprofessorin vom Zürichberg. Seit Botox im Beauty-Bereich Verwendung findet, ist diese Art der künstlichen Schönheit eine kostengünstige Massnahme geworden, die sich auch in der Mittagspause erledigen lässt. Der Durchbruch im Mainstream hat erstaunlicherweise zu einer Verfeinerung des Geschmacks geführt. Früher stellte ein Facelifting vor allem in den USA ein Statussymbol dar, auch wenn die Resultate zum Teil grotesk waren. Heute wünschen die Patienten ein diskretes, natürliches Aussehen. Sie wollen nicht wie Jennifer Lopez oder Cameron Diaz aussehen, sondern einfach frisch und energetisch. Eine gute Behandlung erkennt man an den Reaktionen des Umfeldes. Es kommen zwar Komplimente, aber niemand merkt, dass etwas gemacht worden ist. In ein paar Jahren wird Botox so normal sein wie die Verwendung von Gesichtspflegeprodukten. Die diskreten Schweizer sind übrigens die Vorreiter dieses Trends: Mit 40 000 Behandlungen pro Jahr führen sie die europäischen Botox-Statistiken an.»

Die Intimrasur-Spezialistin

Die 32-jährige Intim-Waxing-Spezialistin Caroline Heid befreit Frauen und Männer von unliebsamen Körperhaaren. Sie schätzt, dass ein Drittel aller Schweizerinnen rasiert oder gewachst ist. Hunderttausende rasieren sich selbst, der Rest geht zur Kosmetikerin oder konsultiert eine der wenigen Fachfrauen, die es auf diesem Gebiet gibt. Die Gruppe der Enthaarten ist heterogen: Heids älteste Kundin ist fast achtzig Jahre alt. Letzthin reiste eine stämmige Dame aus dem Glarnerland nach Basel und verlangte eine «Landepiste», wie es im Fachjargon heisst, eine Intimrasur, bei der ein winziger, kurzgestutzter Streifen stehengelassen wird. Heids Geschäft läuft so gut, dass sie die Eröffnung eines Salons an bester Passantenlage in der Basler Innenstadt vorbereitet.

«Es ist falsch, wenn man eine enthaarte Intimzone mit einer Vorliebe für perversen Sex verbindet oder mit einem pornofixierten Partner in Zusammenhang bringt. Manche sehen darin eine antifeministische Botschaft. Das ist Unsinn: Letzthin hatte ich eine Hippiefrau, die sich zwei Herzli einfärben und mit Glitzersteinen verzieren liess, der Rest kam weg. Als ich fragte, ob es dafür einen speziellen Grund gebe, antwortete sie: ‹Ich mache meinem Freund so einen Heiratsantrag.› Heute wird aus hygienischen und ästhetischen Gründen enthaart. Logisch: Der Sex ist besser. Ich will nicht ins Detail gehen, aber es ist nachvollziehbar: Wenn jemand einen Pelzmantel trägt, merkt er auch nicht, dass ihm jemand über den Arm streicht. Der Vorteil eines Brazilian-Waxing ist vielfältig. Die Haut bleibt bis zu einem Monat haarfrei und seidenglatt. Das Prozedere ist nicht ganz schmerzfrei, weil ich den Wachs gegen die Haarwuchsrichtung wegziehen muss. Seit David Beckham seine Unterwäsche-Kollektion mit dem Geständnis lancierte, er sei im Intimbereich rasiert, ist die Hälfte meiner Kundschaft männlich. Wenn sie nackt auf der Bahre liegen und ich am Hantieren bin, fixie- ren einige ziemlich angestrengt den gelben Schmetterling, den ich an der Decke montiert habe. Ich sage dann: ‹Es ist nicht schlimm, wenn sich etwas regt. Ich konzentriere mich auf die Haare, die wegmüssen. Alles andere interessiert mich nicht.›»

Der Klinikleiter

Cédric George ist ein Mann mit feinen Stirnfalten, einer winzigen Zahnlücke zwischen den Schneidezähnen und Prinzipien. Der Gründer und Leiter der Zürcher Klinik Pyramide am See hat mit dem Klischee des Schönheitschirurgen – nicht nur optisch – so wenig gemeinsam wie das Atlasgebirge mit den Schweizer Alpen. Als er vor fünfzehn Jahren anfing, kamen die Patienten mehrheitlich, um abstehende Ohren korrigieren zu lassen, heute machen die Interventionen im plastischen Bereich einen Viertel der jährlich durchgeführten Eingriffe in der Klinik Pyramide aus. Das Spital präsentiert sich teilweise als Wellness-Oase, und seit neustem operiert der Brustspezialist auch in St. Moritz. Schlecht ausgebildete plastische Chirurgen ohne Facharzttitel, mangelnde Qualitätskontrollen und dubiose Marketingstrategien kritisiert der 53-Jährige als schlimme Missstände im boomenden Beauty-Business.

«Ärzte, die sich von den überrissenen Schönheitsvorstellungen ihrer Patienten unter Druck setzen lassen, gefährden den Ruf der gesamten Branche. Man muss in diesem Business nein sagen können. Das spricht sich herum, und irgendwann hat man fast ausschliesslich vernünftige Patienten. In jedem Leben gibt es wichtigere Probleme als eine schiefe Nase oder Fettablagerungen an unerwünschten Stellen. Aber: Wer sich selbst schön findet – und dafür muss ein Mensch nicht perfekt aussehen –, hat eine bessere Lebensqualität, das kann ich nach langer Berufserfahrung sagen. Aber was ist schön? Symmetrie und perfekte Durchschnittlichkeit. Alles, was extrem verändert wird, gilt irgendwann als unschön und unmodern. Aus diesem Grund bin ich für das Diskrete und das Natürliche. Bei Brustimplantaten baue ich keine fussballartigen Objekte ein. Das Risiko, dass sich die Konturen der XL-Formate unter der Haut abzeichnen, ist gross. Eine Frau will ja nicht, dass man aus hundert Meter Entfernung sieht, dass sie eine Vergrösserung hat machen lassen. Fremdartig mutet es auch an, wenn die Oberweite so prall ist, dass sie unbeweglich absteht. Eine vernünftige Brust liegt im B-Körbchen-Bereich, und das Volumen passt zu den Proportionen des übrigen Körperbaus. Die perfekten Brüste schlüssig definieren zu wollen, ist ebenso unsinnig, wie eine Einheitsnase zu kreieren. Wieso Brustvergrösserungen dermassen populär geworden sind? Wir leben in einer Welt, in der Schönheit und Sexualität wichtiger und vor allem allgegenwärtig sind. Man könnte auch sagen, die Gesellschaft ist narzisstischer geworden. Von einem Schönheitswahn zu sprechen, halte ich jedoch für verfehlt. Die Gegner der ästhetischen Chirurgie malen den Teufel an die Wand und berufen sich dabei auf überoperierte Horrorgestalten, die durch die Presse geistern. Natürlich glauben manche, man könne einen perfekten Körper und ein wunderschönes Gesicht aus dem Schaufenster kaufen oder nach einem Vorbild massschneidern lassen. In solchen Fällen gehört es zu meiner Pflicht, die Menschen davon zu überzeugen, dass eine Operation nicht das Richtige für sie ist. Aber beim gegenwärtigen Wildwuchs in der Branche lässt sich leider immer jemand finden, der die unmöglichsten Wünsche zu realisieren verspricht.»

Die Nail-Designerin

Yvonne Achermann hantiert mit Gel, Zangen, Feilmaschine. Sie nimmt die Staubmaske in die Hände und zeigt auf die Staubabsaugmaschine. Die 40-Jährige spricht von Desinfizieren, Sterilisieren und andern allgemeinen Hygienevorschriften, die sie als Vorsitzende der Schweizer Fachsektion Naildesign durchsetzen will. Als sie vor zwölf Jahren anfing, war das Business praktisch inexistent. Heute gibt es schweizweit über zweitausend Naildesign-Studios mit Hunderttausenden von Kundin-nen. Von ihrem Studio aus geht die Aussicht auf die sommerliche Berglandschaft der Inner-schweiz.

«Früher signalisierten Frauen mit langen Krallen: ‹Ich muss nicht arbeiten.› Andere passten den Lebensstil ihren gepflegten Nägeln an, kochten und putzten nicht mehr. Die heutigen Gel- und Acrylnägel sind dermassen stark, dass sie jeder Tätigkeit standhalten und einen Monat lang tipptopp aussehen. In meiner Kundenkartei habe ich deshalb Mechanikerinnen, Bäuerinnen, Serviceangestellte – aber auch Businessfrauen und Damen aus dem Villenquartier in Buochs. Die Cityfrauen wählen meist eine diskrete French Manicure oder als Farbton ein klassisches Rot. Der Rest ist experimentierfreudiger: Neonstaub, aufgemalte Snoopy-Figuren, Perlen, Zackenlinien, Strasssteine. Über Geschmack lässt sich streiten, aber bei der Länge gibt es eine Grenze. Der Florence-Griffith-Stil ist nicht mein Ding. Ich arbeite mit Gel oder Acryl, das ist der Werkstoff der Profis: Das flüssige Material wird einzeln aufmodelliert und bearbeitet. Jeder Nagel ist ein Unikat und muss zur Hand passen. Eine versierte Nageldesignerin ist wie eine Architektin, die ein Haus baut: Fundament und Statik müssen stimmen. Und natürlich soll der Bau hübsch aussehen. Während der Arbeit bekomme ich viel zu hören. Nirgendwo ist der physische Kontakt so direkt wie im Nagelstudio, nicht beim Coiffeur und nicht einmal beim Psychiater. Wir sitzen uns Auge in Auge gegenüber und halten uns eine Stunde lang an den Händen.»

Der Schönheitschirurg

Der 60-jährige Christoph Wolfensberger gilt als einer der renommiertesten und bekanntesten Schönheitschirurgen der Schweiz. Anders als bei manchen seiner ebenso qualifizierten, aber diskreten Berufskollegen blitzen seine Zähne schneeweiss, ist der Haarschopf dicht und die Silhouette so grazil wie bei einem Zwanzigjährigen. Als Facelifting-Spezialist empfiehlt er – Botox, chemische Peelings und Hyaluronsäure hin oder her – weiterhin eine operative Straffung des Gesichts. Vor allem bei über 40-jährigen Patienten sei dies die wirkungsvollste Massnahme, um abgesunkene Konturen wieder ins Lot zu bringen. Unter seinen Patienten werden zahlreiche Prominente vermutet, zu den Namen schweigt er eisern.

«In der ästhetisch-plastischen Gesichtschirurgie gibt es im Moment verschiedene Tendenzen: Bei den Augen ist die leichte Mandelform sehr populär. Die verkürzte Stupsnase ist nicht mehr zeitgemäss, die Patienten wollen ein klassisches, gerades Modell, und die Nasenspitze sollte dabei so zierlich geformt sein, dass die Flügelknorpel zwei Lichtpunkte bilden. Beliebt sind auch sogenannte Oberlippen-Liftings, dabei wird der Abstand zwischen Nasenmitte und dem Amorbogen von innen her gestrafft und verkürzt: Das sieht viel erotischer aus als eine vulgär aufgespritzte Lippe. Das amerikanische Barbie-Ideal – blauäugig, pausbäckig – ist out: Das Beauty-Ideal im Gesichtsbereich ist heute globalisiert, das heisst, es werden die schönsten Attribute verschiedener Ethnien herausgepickt und zu einem individuellen Ganzen zusammengefügt. Die Russin will heute das Gleiche wie die Französin oder die Schweizerin, das heisst: die Augen von Salma Hayek, den Mund von Angelina Jolie, die Stirn von Oprah Winfrey. Viele Gesichter entwickeln das volle Schönheitspotenzial erst zwischen fünfzig und sechzig Jahren. Die meisten haben dann leider tiefe Augenringe, Falten und Hamsterbacken als Begleiterscheinung der Gesichtsalterung. In diesem Stadium modelliere ich das Gesicht neu, ohne dass es seine Geschichte, seinen Ausdruck und seine Eigenheiten einbüsst. Der klassische Facelift wird vermehrt von kleineren Optimierungseingriffen begleitet: Halsstraffung, Lippen- und Augenbrauenlifting, Jochbein- und Wangenimplantate, Eigenfettunterpolsterungen, und mit einem feinen Abschleifen werden die Oberlippenfältchen beseitigt. Für eine solche Rundumerneuerung muss man mit 20 000 Franken rechnen. Das ist viel Geld, andererseits ist ein Investment in die Schönheit immer gutangelegtes Kapital. Für ein Haus oder eine tolle Ferienreise spart man schliesslich auch. Was an Dividenden zurückkommt? Wohlbefinden, Selbstsicherheit, Anerkennung. Wir arbeiten im psychosozialen Bereich. Auch jene, die den Schönheitswahn beklagen, reagieren auf einen hübschen Menschen anders als auf einen hässlichen. Was soll daran schlimm sein? Ich glaube, dass die Akzeptanz in den kommenden Jahren noch grösser werden wird. In Los Angeles hat eine schöne Haut bereits heute denselben Stellenwert wie ein Couture-Kleid, und eine ästhetische Operation wird als sanfte Renovationsarbeit betrachtet, die man ein- oder zweimal im Leben machen lässt. Trotzdem bleibt die Schönheitschirurgie eine Auftragschirurgie ohne Erfolgsgewähr.»

Die Fachfrau für Haarverlängerung

Die 22-jährige Noemi Pellizzola ermahnt ihren Kunden, künftig Spezialshampoo und Haarspülung zu verwenden sowie zweimal täglich die Knoten auszukämmen. Dann hält sie ihm einen Spiegel an den Hinterkopf. Vor zwei Stunden war der 18-jährige Tim aus Aarau ein Junge mit einer unspektakulären Strubbelfrisur. Jetzt reicht ihm die pechschwarze Haarpracht bis über die Schultern. Pellizzola ist Fachfrau für künstliche Haarverlängerungen und schwört auf die Produkte einer italienischen Firma, die mit wegwerfbaren Echthaarsträhnen aus Indien zum weltweiten Marktleader avancierte und heute Umsätze von mehreren Millionen Euro verbucht.

«Seit ein italienischer Geschäftsmann einen indischen Tempel entdeckt hat, dessen religiöse Besucherinnen ihr Haar freiwillig spenden, gibt es Material in Hülle und Fülle. Die Länge und die Qualität stimmen: Schädliche Behandlungen wie Dauerwelle, Toupieren, Färben kennen die Inderinnen nicht. Das Haar kommt tonnenweise nach Nepi in der Nähe von Rom. Dort wird es entfärbt, gekämmt und in Dutzenden von Farbtönen eingefärbt. Die einzelnen Strähnen lassen sich später mit einer speziellen Technik am Haar der Kundinnen befestigen und halten ein halbes Jahr lang. Seit bekannt wurde, dass Stars wie Gwyneth Paltrow, Britney Spears oder Paris Hilton ihre tollen Mähnen aus Rom beziehen, ist der Run so richtig losgegangen. Es braucht bis zu zweihundert Strähnen, um eine Verlängerung oder eine Verdichtung zu machen. Das Ganze kann bis zu sechs Stunden dauern und kostet um 1500 Franken. Die meisten Frauen wollen glat-te, lange Haare. Blond – in etwa zwanzig verschiedenen Schattierungen – bleibt im Trend. Die Nummer 23 ist der beliebteste Farbton: so ein richtig schönes Hellblond, das aus jeder Frau einen Engel macht.»

Der Liposculpture-Spezialist

Urs Bösch sitzt in seinem lichtdurchfluteten Sprechzimmer. Der 46-jährige Leiter des Zentrums für plastische Chirurgie an der Swissana Clinik in Meggen – der Goldküste von Luzern – hält ein stricknadelartiges Instrument in der Hand. Im Vordergrund stehen zwei Skulpturen aus feinem Maschendraht. Der Facharzt und Liposculpture-Spezialist zeigt mit dem Instrument auf die Wespentaille der weiblichen Figur. Wenn dort hartnäckiges Fett sitze, das sich jeder Diät und jedem Fitnessprogramm widersetze, dann würden auch die übrigen Körperproportionen beeinträchtigt, die Hüften verbreitert, die Beine verkürzt. Kurz und gut: ein möglicher Fall für eine Fettabsaugung mit grossem Effekt. Die Liposuction zählt in der Schweiz – nebst Bauchdeckenstraffungen, Brustvergrösserungen und Augenlidplastiken – zu den am häufigsten durchgeführten Interventionen im Beauty-Bereich.

«Bereits vor dreissig Jahren gab es den sogenannten scharfen Löffel, mit dem das Fett unter der Haut weggekratzt wurde. Das war eine schmerzhafte Prozedur. Heute kann das Fettgewebe mit feinen Kanülen und einem Saugsystem präzise bearbeitet werden. Es ist eine manuelle, aber auch eine künstlerische Arbeit. Wie viele Liter beziehungsweise Kilogramm man so in zwei Stunden loswerden kann, beantworte ich nur ungern. Darum geht es nicht. Die Liposculpture ist keine Methode zur Gewichtsreduktion, einen Bierbauch bringt man so nicht weg, denn das überschüssige Fett liegt in diesem Fall im Innern des Bauches. Bei den meisten Patienten geht es um die Entfernung von hartnäckigen Fettgewebezonen an den Oberschenkelaussenseiten, im Bauchbereich, an der Taille und am Kinn. Die Nachstraffung der Haut über den bearbeiteten Bereichen ist eine Voraussetzung für ein schönes Resultat. Bei unelastischer und überstehender Haut – beispielsweise nach Schwangerschaften oder Gewichtsreduktionen – muss die Liposculpture mit einer Hautentfernung kombiniert werden. Diese Kombination der Eingriffe nennt man Body-Contouring. Das Schönheitsideal ist weniger starken Veränderungen unterworfen, als man denken könnte. In den USA kommen die Patienten mit einem Bild von Halle Berry in die Praxis und wollen den gleichen Po. Schweizer und Schweizerinnen sind realistischer und besser informiert: Sie wissen, dass die Promi-Bilder aus den Hochglanzmagazinen fast immer am Computer manipuliert worden sind.»

Quelle: Dr. med. Dan Iselin auf Weltwoche.ch (2012)


Im Bericht erwähnte Behandlungen

Minimalinvasive Gesichtsbehandlungen

Dr. med. Dan Iselin auf Media Planet (2010)

In den Medien wird häufig suggeriert, dass Botoxbehandlungen unheimliche Resultate zur Folge haben können. Diese Bilder schrecken Personen häufig ab.


(Interview by Media Planet).

Dr. Iselin, erst kürzlich stand in einer Pendlerzeitung geschrieben, dass viele Botox-Kunden durch überspritzte Promis von einer Behandlung abgeschreckt werden. Spüren Sie in Ihrer Branche bereits einen Negativ-Trend?

Nein, im Gegenteil. 2014 hat die Nachfrage nach entsprechenden Behandlungen sogar noch zugenommen.

Da unsere Klinik einzig auf ästhetische Behandlungen mit Botulinum und Filler spezialisiert ist, haben wir in diesem Bereich wahrscheinlich die höchsten Fallzahlen in der Schweiz und hätten einen Negativtrend sicherlich bemerkt. Sie sprechen aber ein wichtiges Problem an.

Und das wäre?

Dass in den Medien oder im Alltag meist nur die schlechten Beispiele der ästhetischen Medizin wahrgenommen werden.

Bei einer gut gemachten Behandlung dürfte der Laie gar nicht sagen können, ob etwas «gemacht» wurde oder nicht. Es sollte absolut natürlich ausschauen.

Was tun Sie, wenn jemand trotzdem etwas verlangt, was unnatürlich ausschauen könnte, z.B. übergrosse Lippen?

Dann lehnen wir die Behandlung ab. Glücklicherweise kommt dies aber relativ selten vor. Die meisten unserer Kundinnen und Kunden sind nämlich ebenso auf die Erhaltung des natürlichen Aussehens bedacht wie unsere Ärzte.

Was empfehlen Sie jemandem, der sich zum ersten Mal einer Behandlung mit Botulinum oder Filler unterziehen möchte und noch unsicher ist?

Gerade in der heutigen Zeit, in der ein sehr grosses Angebot an solchen Behandlungen besteht, empfiehlt es sich, besonders auf die Qualität zu achten.

Der behandelnde Arzt sollte auf entsprechende Behandlungen spezialisiert sein und diese nicht «nebenbei» machen.

Ausserdem rate ich zur Vorsicht bei Billigangeboten: Hier werden oftmals minderwertige Produkte eingesetzt und der Kunde bezahlt dann den Preis – leider – häufig erst nach der Behandlung.

Quelle: Dr. med. Dan Iselin auf Media Planet (2010)


Im Bericht erwähnte Behandlungen

Wie gefährlich ist Botox?

Dr. med. Dan Iselin im Kasensturz (SRF) vom 26. Juni 2008

 

Quelle: Dr. med. Dan Iselin im Kassensturz / SRF (2008)

 


Im Bericht erwähnte Behandlungen

Dr. med. Dan Iselin bei TeleZüri (TalkTäglich)

Dr. med. Dan Iselin bei TeleZüri (TalkTäglich) 18. März 2008

Schönheitswahn? Wer sind die Zielgruppen von ästhetischen Gesichtsbehandlungen? Nur Frauen? Auch Männer? Wie läuft das mit dem Botox spritzen? Schmerzen? Was sind die Nebenwirkungen? TeleZüri-Moderator Hugo Bigi fragt nach und testet die Rhetorik- und Auftrittskompetenz seiner Gesprächspartner im TalkTäglich bei TeleZüri.


 

Quelle: Dr. med. Dan Iselin bei TeleZüri (TalkTäglich) 18. März 2008

 


Im Bericht erwähnte Behandlungen

Mit Spritze und Laser gegen die Zeichen der Zeit

Dr. med. Dan Iselin auf NZZ.ch (vom 21. Ferbruar 2008)

Skalpell und Spritze helfen der Natur auf die Sprünge: In Zürich floriert das Geschäft mit der Schönheit. Praxen und Studios nach dem amerikanischen «Walk-in»-Prinzip halten Einzug. Die Inhaber stossen bei Ärzteverbänden auf Argwohn.


(Text vn @NZZ). Seit neun Monaten glätten die Zürcher Ärzte Dan Iselin und Philippe Snozzi ihren Kunden über Mittag die Haut. Ihr Botox-Studio, das sie 2007 in einem ehemaligen Coiffeursalon im Niederdorf eröffnet hatten, sorgte für ein kontroverses mediales Echo. Jeden Montag setzen die Kollegen zwischen 9 Uhr in der Früh und 22 Uhr abends die Spritze an. Ihr Rezept für Jugend und Frische heisst Botulinumtoxin, kurz Botox genannt. Rund 27 Kunden behandeln sie durchschnittlich an einem Montag – den Rest der Woche assistieren die Ärzte orthopädischen Kollegen im Operationssaal. Denn mit anderen Jungunternehmern haben sie gemein, dass der steinige Weg zur eigenen Firma mit «Nebenjobs» finanziert werden muss. Doch die grosse Nachfrage machte der Botox-Klinik den Start nicht schwierig: Die Mediziner wollen bereits expandieren.

Werbung bagatellisiert die Eingriffe

In der Innenstadt lockt die ewige Jugend von auffälligen Plakaten, die diverse, durchwegs «simple» Methoden der Verschönerung anpreisen. «Gesichtsfalten sind so willkommen wie der Besuch der Schwiegermutter am Sonntag», schreibt die Zolliker Klinik Swissestetix in einer Zeitungswerbung. Und hält einige Zeilen weiter die tröstliche Nachricht bereit: «Im Vergleich zur Schwiegermutter wird man Falten heutzutage schnell wieder los» – am besten während der Mittagspause. Catherine Perrin, Geschäftsführerin der Schweizerischen Gesellschaft für plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie (SGPRAC) befürchtet durch die Werbung eine «Bagatellisierung von medizinischen Eingriffen». Gemäss den Standesregeln, welche die Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH) vorsieht, ist es einem Mediziner untersagt, seine Dienstleistungen zu vermarkten. «Einige tun es trotzdem.» Perrin bemängelt, dass viele Praxen in ihren Internetauftritten und Werbebotschaften kaum über mögliche Nebenwirkungen ihrer Methode aufklären. Der Kantonsärztliche Dienst Zürich kann seinerseits nur intervenieren, wenn irreführende Informationen vorliegen – etwa, wenn Silikonimplantate als gesundheitsfördernd vermarktet würden.

«Wir haben Kunden, nicht Patienten»

«Medizin darf nicht als Produkt angepriesen werden», sagt Catherine Perrin. Der 41-jährige Arzt Iselin, der aus ebendiesem Grund ins Kreuzfeuer der Kritik geraten war, sagt, er denke nicht anders. «Lifestyle-Behandlungen und die klassische Medizin bedürfen einer klaren Trennung», sagt er. In der klassischen Medizin gehe es ausschliesslich um die Heilung oder Linderung von Beschwerden kranker Menschen. Der Patient sei durch seine Krankheit auf den Arzt angewiesen. «Damit ein Arzt dieses Abhängigkeitsverhältnis nicht ausnutzen kann, besagen Standesregeln, dass Medizin nicht als Produkt verkauft werden darf.» Das sei sinnvoll, sagt auch Iselins Kollege Snozzi – aber nicht in der ästhetischen Medizin. «Wir haben keine Patienten, sondern Kunden.» Diese könnten frei über ihre Behandlungsoptionen entscheiden. Für den 31-jährigen Snozzi beginnt das ethische Problem, «wenn die klassische Medizin profitorientiert arbeitet». Das Haftpflichtrecht unterscheidet aber nicht grundsätzlich zwischen klassischer und ästhetischer Medizin: Behandlungsfehler bei ästhetischen Eingriffen werden nicht anders geahndet als solche, die bei medizinisch indizierten Operationen auftreten können. «Für rein ästhetische Eingriffe wird aber die Aufklärungspflicht stärker gewichtet», sagt Lucia Rabia, Fürsprecherin im FMH-Rechtsdienst. Missachtet der Arzt diese Aufklärungspflicht, haftet er nicht nur für seinen Fehler, sondern allenfalls auch für Komplikationen.

Schönheitschirurg kein geschützter Titel

Auch Roger Donati redet lieber von Kunden als von Patienten. Im April 2007 gründete er das Life Line Center. Das Schönheitszentrum im Kreis 2 bietet alles, was der jugendliche Look verlangt; vom Gesichts-Peeling bis zum Silikonimplantat. Seine Berufskarriere hat der Marketingfachmann einst als Elektroniker in der Medizintechnik begonnen. Sein Jungbrunnen heisst Ultraschalltechnik, den er mit dem pointierten Slogan «Fett weg über Mittag» anpreist. Die Behandlung zur Entfernung kleiner Fettdepots ist das Zugpferd seines Unternehmens. «Es ist ein völlig schmerzloser, nicht operativer Eingriff», sagt Donati, der Behandlungen mit Ultraschall und Laser selbst durchführt. Für operative Massnahmen wie Fettabsaugen, Lifting und Brustvergrösserungen ist ein eingemieteter Facharzt für plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie zuständig. «Dem Kunden sollen alle Alternativen offenstehen.» Catherine Perrin behagt nicht, dass heutzutage «Hinz und Kunz kosmetische Eingriffe vornehmen». Nicht nur eine Operation berge Gefahren – auch vermeintlich einfache Verfahren mit Licht oder Laser könnten ins Auge gehen. Oft führten Kosmetikerinnen oder Angelernte Behandlungen durch, deren Schwierigkeitsgrad das Wissen eines Arztes erfordere. Perrin bemängelt auch, dass «Schönheitschirurg» kein geschützter Titel ist. Nach dem Staatsexamen und einer zweijährigen Weiterbildung ist es in der Schweiz jedem Arzt erlaubt, jene Eingriffe durchzuführen, die er sich zutraut. Die SGPRAC empfiehlt in ihrem neuen Ratgeber, nur Ärzte zu wählen, die über einen Facharzttitel für plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie verfügen – er garantiert, dass sich der Arzt während sechs Jahren auf diesem Gebiet spezialisiert hat. In Frankreich etwa dürfen nur Fachärzte ästhetische Eingriffe vornehmen. «Uns bleibt derweil nichts anderes übrig, als auf den gesunden Menschenverstand des Arztes zu zählen», sagt Perrin.

«Keine neurotischen Narzissten»

Wie stehen die Unternehmer dem Geschäft mit der Illusion gegenüber? «Schönheit durch Jugendlichkeit war schon in der Antike ein Thema», sagt Roger Donati. Heute nutzten Menschen die Möglichkeiten, sich dieses Gefühl länger zu erhalten. «Und: Das Angebot richtet sich nach der Nachfrage.» Ihre Kunden, sagen Snozzi und Iselin, entsprächen kaum dem Klischee des neurotischen Narzissten. Es seien zumeist unkomplizierte Leute, die über ein klares Selbstbild und einen einfachen Wunsch verfügten. Trotzdem: Die Ärzte wissen, dass sie polarisieren. Das Duo gibt zuweilen ein klischiertes Bild ab. Bei ihrer Pose könnte man meinen, sie hätten selbst etwas zu viel von ihrer Verschönerungsmethode abbekommen. Das sei gewollt: «Es ist witzig und entlockt ein Augenzwinkern.»

Quelle: Dr. med. Dan Iselin auf NZZ.ch (2008)


Im Bericht erwähnte Behandlungen